Richtige Strategien für die Altersvorsorge

Riester oder Rürup: Das sind zwei Möglichkeiten, staatlich gefördert Altersvorsorge zu betreiben. Das Sparen während der Arbeitszeit soll dann im Alter einen unbeschwerten Ruhestand sicherstellen.

Immer wichtig zu wissen: Die gesetzliche Rente sinkt zwar. Aber zum einen wird sie für viele Menschen auch weiterhin den größten Anteil der Altersvorsorge darstellen. Und zum anderen erhält die 67 Prozent nur der sogenannte Eckrentner, der 45 Jahre in die gesetzlichen Rentenkassen bis zum Regelrentenalter eingezahlt hatte – und das ist für viele Arbeitnehmer unrealistisch. Neu ist seit 2001 aber, dass der Staat ganz offiziell die private Altersvorsorge fordert – und entsprechend auch fördert.

Prinzip: Nachgelagerte Besteuerung bei der Altersvorsorge

Die staatliche Förderung in jungen Jahren folgt verschiedenen Prinzipien. Das wichtigste, welches für alle geförderten Formen gleichermaßen gilt: die nachgelagerte Besteuerung. Dafür, dass die Beiträge zu Riester oder Rürup in der Ansparphase bis zu einer bestimmten Höhe sozialversicherungs- und steuerbegünstigt sind, muss die spätere Rente dann versteuert werden.

Riestern für die Altersvorsorge mit Total Return

Die staatlich geförderte zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge: Hinter diesem Wortmonstrum verbirgt sich, was heute jeder unter dem Begriff Riester-Rente kennt. Die nach seinem Erfinder, dem Bundessozialminister Walter Riester, benannte Altersvorsorge markiert einen gravierenden Umbruch in der bisherigen Sozialpolitik, hin zu mehr privater Absicherung fürs Alter. Dafür gibt der Staat aber auch Zuschüsse dazu. Und damit diese auch fließen, müssen sich die Anbieter ihr Produkt zertifizieren lassen. Ein Kriterium dafür ist das sogenannte Total Return: Die in den Vertrag eingezahlten Beiträge müssen – mindestens – zur Rente wieder ausgezahlt werden. "Aber es wäre traurig, wenn tatsächlich nur diese Beiträge später die Rente darstellen würden", kommentiert Michael Gierens, Experte bei der Asstel Versicherung. "Der Riester-Vertrag sollte eine gewisse Verzinsung über die normale Geldentwertung, der Inflation, hinaus erwirtschaften."

Rürup – die Basisrente als Altersvorsorge für Selbstständige

Selbstständige und Besserverdienende, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sind lange Zeit bei der staatlich geförderten Altersvorsorge leer ausgegangen. Auf Betreiben des Ökonomen Bert Rürup wurde für sie 2005 die Basis Rente initiiert – von Anfang an wurde sie aber auch nach ihrem Erfinder mit dem Titel Rürup-Rente versehen. Diese Leibrente folgt etwas anderen Regeln als die Betriebsrente und die Riester-Rente, denn sie definiert eigene mögliche Durchführungswege.

Asstel Tipp:

Vorsorge hört nicht nur bei der Rente auf: Eine wichtige Maßnahme ist es auch, für einen ausreichenden Schutz vor Berufsunfähigkeit zu sorgen. Denn wer während seines Berufslebens arbeitsunfähig wird, möchte trotzdem finanziell sorgenfrei leben können.

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