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Mit dem Berufseinstieg beginnt der Ernst des Lebens: Es kommt Geld ins Haus, aber auch die Verantwortung im Job. Und beim Berufseinstieg ändert sich auch die Situation in Bezug auf die Versicherung.
Nicht jede Versicherung ist schon für den Berufseinstieg wichtig. Denn Versicherungen kosten natürlich Geld. Umso wichtiger ist es also, dass zunächst einmal wirklich wichtige Versicherungen abgeschlossen werden. Und hier ändern sich mit dem Berufseinstieg komplett die Rahmenbedingungen. Viele Versicherungen laufen ab dem ersten Arbeitstag nicht mehr über das Elternhaus. Und somit besteht sofort eine Versicherungslücke.
Zu einer der wichtigsten Versicherungen zählt die Haftpflichtversicherung. Spätestens mit dem Ende der Berufsausbildung entfällt der Schutz über die Eltern – und kommt es dann zum Schadensfall, dann kann dies finanziell existenzvernichtend sein. "Zudem ist die Haftpflichtversicherung auch noch ein sehr einfach strukturiertes und sehr günstiges Produkt", beschreibt Marcus Danel, Experte bei der Asstel Versicherung. "Verbraucher sollten auf eine möglichst hohe Deckungssumme beim Abschluss achten."
Berufsunfähig zu werden ist für jeden Menschen ein schweres Schicksal. Und leider ist der staatliche Erwerbsminderungsschutz gerade für junge Menschen nur noch minimal, weshalb eine private Absicherung geboten ist. "Wichtig ist hier die absolute korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen, weil sonst der Versicherungsschutz verwirkt wird"“, rät Christoph Hopstein, Experte bei der Asstel Versicherung. Der Abschluss in jungen Jahren ist zudem sinnvoll, weil mit dem Alter immer mehr Vorerkrankungen anfallen und die Beiträge generell steigen.
Arbeitet der junge Arbeitnehmer im Betrieb, dann ist er dort über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Das gilt aber nicht für das Privatleben. Geschieht hier ein Unfall, dann besteht keine gesetzliche Absicherung: Die private Unfallversicherung hilft dann finanziell. Grundsätzlich ist die private Unfallversicherung besonders sinnvoll für die Absicherung von schweren Unfällen. Deshalb sollte der Verbraucher auf eine hohe Progression achten. Das bedeutet, dass bei einer geringeren Versicherungssumme – zum Beispiel 100.000 Euro – im Falle einer Invalidität von 100 Prozent das Fünffache – also beispielsweise 500.000 Euro – gezahlt werden. Mit dem Geld können dann notwendige Umbauarbeiten und der finanziell gesicherte Lebensstandard bezahlt werden.
Mit dem Start in den Job wird auch in eine größere Wohnung investiert: Der Wert des Inventars steigt. Und je wertvoller die Einrichtung wird, desto wichtiger wird auch eine Hausratversicherung. "Die Versicherungssumme sollte so bemessen sein, dass sie dem Betrag entspricht, der für die Neuanschaffung des gesamten Hausrats notwendig wäre", sagt Asstel-Experte Marco Vogel. "Ab 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter geht Asstel davon aus, dass keine Unterversicherung besteht." Unterversicherungsverzicht bedeutet, dass im Schadensfall nicht geprüft wird, ob eine Unterversicherung vorliegt.
Gesetzlich krankenversichert: Das sind Berufseinsteiger häufig, wenn sie nicht gerade in hohen Einkommenszonen einsteigen. Damit ist dann die gesundheitliche Grundsicherung hergestellt. Auf Komfort müssen gesetzlich Versicherte dennoch nicht verzichten, die Krankenzusatzversicherungen ermöglichen dies. "Die Tarifvielfalt ist enorm", sagt Andreas Haut, Experte bei der Asstel Versicherung. "Der Verbraucher muss sich hier sehr genau überlegen, was er will." Letztlich ist es eine Frage der eigenen Vorlieben, welcher Tarif passt – und auch eine Frage des Preises. Zu den existenziell notwendigen Absicherungen gehören die Krankenzusatzversicherungen jedenfalls nicht.
Berufseinstieg = Arbeitsalltag. Wenn Ärger mit dem Chef droht, ist eine Rechtsschutzversicherung hilfreich. Zumal bei gerichtlichen Streitigkeiten rund um das Arbeitsrecht in der ersten Instanz jeder für sich selbst zahlt. Zu den existenziell notwendigen Absicherungen gehört die Rechtsschutzversicherung aber nicht.
Bei Familien ist die Risikolebensversicherung eine sehr wichtige Absicherung, denn so wird Kindern und Ehepartnern beim Ausfall des Hauptverdieners eine gute Ausbildung ermöglicht und der Lebensstandard der Hinterbliebenen kann gehalten werden. Das bedeutet umgekehrt aber auch: Ein Single ohne weitere Verantwortung für andere Menschen und ohne laufende Kredite, kann sich diese Investition lieber sparen.
Kaum beginnt der erste Job, werden schon erste Gedanken mit der Rente zugebracht: Diese „Arbeitseinstellung“ ist aber richtig, denn wer früh spart, legt auch einen ordentlichen Betrag für den Ruhestand zurück. Dabei gilt: Auf die Mischung kommt es an. "Wer alles auf eine einzige Karte setzt, nutzt unterschiedliche Risiko- und Renditepotenziale nicht ausreichend aus", beschreibt Michael Gierens, Experte bei der Asstel Versicherung. Eine mögliche Form ist zum Beispiel die Riester-Rentenversicherung.
Privathaftpflichtversicherung - Sehr wichtig
Berufsunfähigkeitsversicherung - Sehr wichtig
Hausratversicherung - je nach Wert des Inventars
Unfallversicherung - Wichtig, nach Möglichkeit hohe Progression
Krankenzusatzversicherung - Komfortabel, aber eher weniger wichtig
Rechtsschutzversicherung - Komfortabel, aber eher weniger wichtig
Altersvorsorge - Wichtig, aber in der Priorität deutlich nach den sehr wichtigen Versicherungen
Risikolebensversicherung - Sehr wichtig bei Absicherung von Familie, als Single unnötig
Versicherungen kosten viel Geld, schützen aber auch vor finanziellem Schaden. Oftmals gibt es aber Sparpotenzial, etwa, wenn Paare eine gemeinsame Haftpflicht- oder Hausratversicherung abschließen oder spezielle Boni- und Rabattsysteme existieren. Wichtig ist aber vor allem – Rabatte hin oder her – was am Ende als Endbetrag herauskommt. Und wichtig ist auch, dass sich mit dem Berufseinstieg einfach viel ändert, weshalb dieser ein klassischer Zeitpunkt ist, an dem Sie Ihr Versicherungsportfolio kontrollieren sollten.
Ab dem ersten Tag im Job haftet der Berufseinsteiger selbst für Schäden, der im Privatleben passiert. Die Haftpflichtversicherung ist so eine sehr wichtige Versicherung, die sofort abgeschlossen werden sollte. Und sie ist außerdem ein sehr günstiges und unkompliziertes Produkt.
weiterlesenDie Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Denn wer berufsunfähig wird und nicht mehr arbeiten kann, verliert seine Existenzgrundlage. Und gerade für Berufseinsteiger macht es aus mehreren Gründen Sinn, sich gerade jetzt darum zu kümmern.
weiterlesenDie meisten Berufseinsteiger sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Doch eine Krankenzusatzversicherung bietet nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern ist für Berufseinsteiger häufig besonders günstig.
weiterlesenGünstig und im Falle eines Falles existenzsichernd: die Risikolebensversicherung. Sie empfiehlt sich besonders für verheiratete Paare und junge Familien. Im Todesfall sichert sie die Hinterbliebenen finanziell ab.
weiterlesenStreit um das Arbeitsentgelt ist einer der häufigsten Gründe für eine Klage vor dem Arbeitsgericht. Das Arbeitsrecht ist kompliziert und der Fachanwalt kostet Geld. Wer diese Kosten scheut, kann über eine Rechtsschutzversicherung nachdenken.
weiterlesenJe früher, desto ergiebiger: Da die gesetzliche Rente nicht mehr ausreicht, empfiehlt sich eine private Altersvorsorge. Ein Berufseinsteiger kann dabei mit „Riester“ jährlich eine staatliche Förderung erhalten. Und wer jünger als 25 Jahre alt ist, bekommt noch einen Bonus.
weiterlesenMit dem Berufseinstieg kommt auch ein regelmäßiges Gehalt. Viele investieren dieses gerne in eine größere Wohnung mit schönen Möbeln. Bei Brand und Einbruch ist das dann zerstört, wofür eine Hausratversicherung finanziell aufkommt. Doch dabei spielt die richtige Versicherungssumme eine große Rolle.
weiterlesenDie meisten Unfälle passieren bekanntermaßen im Haushalt, in der Freizeit oder beim Sport. Da hier jedoch die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift, sollten auch Berufseinsteiger einen privaten Unfallschutz in Erwägung ziehen. Ein paar Faustregeln gibt es hier zur Höhe der Versicherungssumme.
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